Geschichte des Aktivspielplatzes

Im Jahre 1970 taten sich Eltern aus dem Stadtteil Barmbek-Uhlenhorst zusammen um für ihre Kinder im Stadtteil eine angemessene Spielmöglichkeit zu schaffen. Es sollte ein Platz sein auf dem die Kinder Abenteuer erleben, Feuer machen und sich nach Herzenslust austoben können.

Nachdem viele Eltern mit einigen  Politikern gesprochen und verhandelt haben wurde ihnen von der Stadt das Gelände zwischen der Averhoffstraße und Heinrich-Hertz-Straße gegen eine geringe Pacht (etwas Ähnliches wie Miete) zur Verfügung gestellt. Bis heute ist dies das Gelände des Aki.

Kurze Zeit später wurden dem Verein, „Aktivspielplatz Hamburgerstraße e.V. der sich 1972 gründete, zwei Baracken von der Bauleitung des Elbtunnelbaus gestiftet. Diese wurden geringfügig umgebaut um sie als Aufenthaltsraum, Teeküche und Regenschutz zu nutzen. Dies war eine große Erweiterung zu den schon vorhandenen Angeboten wie Bauen, Ballspiele und Feuer machen.
Die Eltern die bis zu diesem Zeitpunkt noch ehrenamtlich tätig waren bekamen nun  Unterstützung durch eine öffentlich geförderte Honorarkraft die 1978 in eine hauptamtliche Kraft  umgewandelt wird. Gleichzeitig wird die Einrichtung als Zivildienststelle anerkannt.
1986 wird eine weitere ABM-Stelle in die Regelfinanzierung übernommen und so arbeiten fortan zwei hauptamtliche pädagogisch ausgebildete Erzieher auf dem Platz.

Die Vereinsführung wurde und wird bis heute ehrenamtlich von den Eltern geführt.

1987 wurde der Einrichtung der Zivildienstplatz wieder aberkannt, da der damalige Zivildienstleistende mit den Kindern spielte, was laut Wehrrecht strengstens untersagt war und immer noch ist. Abgesehen davon gibt es seit 2011 keinen Zivildienst mehr.
In einer Nacht des Jahres 1994 zünden Unbekannte die Baracken an und diese brennen bis auf die Grundmauern nieder. Das bedeutete, dass bis zum Bau einer Notbehelfslösung wieder alles Draußen stattfand und es keinen Witterungsschutz gab. Die Mitarbeiter organisierten dann zwei Seecontainer die als Büro und Werkstatt dienten und ergänzten diese durch eine 20 qm große Terrasse die überdacht und abschließbar war. Zwei weitere Jahre bot sie den Kindern und ErzieherInnen Schutz bis auch diese abbrannte.

Da schon im Jahre 1992 der Neubau eines Spielplatzhauses beantragt und vom Jugendamt bewilligt wurde, konnte jetzt endlich mit dem Bau begonnen werden und das Aki-Haus wurde 1998 fertiggestellt.

Lag in den ersten zwei Jahrzehnten das Hauptaugenmerk der Arbeit auf Hüttenbau und Abenteuer, hat sich das Bild der Arbeit etwas gewandelt und es wird immer mehr als Spielstation und Chillingroom genutzt. Wohl wird noch gebaut und gerockt, aber ergänzt um Fahrradparcours, Skatepark, Streetballfeld, Tischkicker, Tischtennis, Küche, Musikraum, Bibliothek bietet die Einrichtung jetzt mehr Möglichkeiten für Alle.

Je schneller die Stadt wächst, desto deutlicher wird wie wichtig eine Einrichtung wie unsere ist um Kindern einen Raum zu geben in dem sie sich körperlich wie auch sozial ausprobieren können ohne einem Leistungsdiktat unterworfen zu sein.